Finanzamt
Fundstelle: Startseite / Presse / Pressearchiv / Pressearchiv 2007 / Nettoneuverschuldung sinkt bis 2011 weiter
20.06.07
Kabinett beschließt Mittelfristige Finanzplanung
Adresse (URL): http://www.finanzamt-ibbenbueren.de/allgemein_fa/presse/pressearchiv/archiv_2007/20062007.php
Finanzministerium NRW
Düsseldorf, den 20.06.07
Kabinett beschließt Mittelfristige Finanzplanung
Das Kabinett hat in seiner Sitzung am Dienstag die Mittelfristige Finanzplanung 2007 bis 2011 beschlossen. Die mittelfristigen Planungsdaten basieren auf der Fortschreibung der Berechnungen zum Haushaltsentwurf 2008. Alle Einsparungen im Haushalt 2008, die auch mittelfristig fortwirken, sind bereits eingerechnet.
Einnahmen
Die Steuereinnahmen werden im Planungszeitraum um durchschnittlich 3,8 Prozent steigen, während die übrigen Einnahmen um jährlich 1,4 Prozent im Durchschnitt zurückgehen. Die Mindereinnahmen durch die Unternehmenssteuerreform sind in den Steueransätzen berücksichtigt.
| - in Mrd. - | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
durchschnittliche |
| Steuereinnahmen
(Veränderungsraten zum Vj. in %) |
39,95
|
41,14
+3,0 |
42,8
+4,1 |
44,5
+3,9 |
46,3
+4,1 |
+3,8 |
| Übrige Einnahmen
(Veränderungsraten zum Vj. in %) |
7,61
|
7,51
-1,3 |
7,5
-0,6 |
7,2
-3,2 |
7,2
-0,6 |
-1,4 |
Ausgaben
Die Ausgaben wurden auf der Basis der Haushaltsansätze 2008 fortgeschrieben. Die Gesamtausgaben steigen jährlich um 2,5 Prozent. Insbesondere die höheren Personalausgaben sind ein Grund für den Zuwachs bei den Gesamtausgaben. Sie werden bis 2011 um durchschnittlich 2,7 Prozent steigen. Die Steigerungen sind vor allem bedingt durch die Erhöhung der Beamtenbesoldung zum 1. Juli 2008. Einkalkuliert sind darüber hinaus Mehrausgaben für etwaige Besoldungs- und Tariferhöhungen ab 2009.
| - in Mrd. - | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
durchschnittliche |
| Gesamtausgaben
(Veränderungsraten zum Vj. in %) |
50,1*
|
50,8
+2,9 |
52,2
+2,7 |
53,5
+2,4 |
54,5
+1,9 |
+2,5 |
| darunter Personalausgaben
(Veränderungsraten zum Vj. in %) |
19,7*
|
19,3
+1,7 |
20,0
+3,8 |
20,6
+2,6 |
21,1
+2,6 |
+2,7 |
Nettoneuverschuldung
Auf der Grundlage der dargestellten Einnahme- und Ausgabenentwicklung kann die Nettoneuverschuldung schrittweise bis 2011 auf rund 800 Millionen Euro reduziert werden.
| - in Mio. - | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 |
| Nettoneuverschuldung | 2.345 | 1.993 | 1.750 | 1.580 | 815 |
| Unterschreitung Verfassungsgrenze | 877 | 1.461 | 1.748 | 1.915 | 2.581 |
Die mittelfristige Finanzplanung zeigt einen belastbaren Konsolidierungspfad auf, wie die Nettoneuverschuldung jährlich reduziert werden kann. Dabei wird die Kreditverfassungsgrenze in allen Jahren deutlich unterschritten. In die Mittelfristige Finanzplanung noch nicht eingeplant sind die Einspareffekte aus dem Personaleinsatzmanagement und den Konsolidierungsmaßnahmen, die im Rahmen des Projektbüros umgesetzt werden.
Insgesamt ist die Entwicklung erfreulich, aber nicht so gut wie mancher erhofft hatte. Ein Haushaltsausgleich ohne Neuverschuldung ist auf der Basis der derzeitigen Zahlen nicht möglich, weil die Ausgaben ab 2009 gegenüber den letzten Jahren deutlich steigen werden. Gründe hierfür sind insbesondere:
Konsolidierungskurs weiter vorantreiben
Die Landesregierung wird ihren Konsolidierungskurs weiter intensiv vorantreiben. Um die Nettoneuverschuldung auf null zu reduzieren, werden weitere Sparmaßnahmen zwingend notwendig sein. Die Weichen dafür sind gestellt (z. Bsp. Personaleinsatzmanagement, Projektbüro, Verwaltungsmodernisierung).